gRAu iST bUNt!

Zu Ehren des Schokotörtchens

Foto: "Schokokuchen"

Manchmal  – heute – brauche ich einfach genau das: Schokotörtchen.

Ich liebe sie. Weil sie definitiv eine beruhigende Wirkung auf mich haben – und das nicht nur wegen der Schokolade an sich. Ja, manchmal mag ich einfach dieses fürchterlich unechte Zeug, bestehend aus komischen Zutaten. Das ist Balsam für die Seele. (Nein, eigentlich nicht wirklich, aber ich möchte das ein bisschen glauben.)

Das Leben ist allerdings eher selten wie ein Schokotörtchen. Eigentlich ist das ziemlich schade.

Aber – nein. Andererseits, denke ich gerade so bei mir, sind doch eigentlich wir selbst es, die beeinflussen, wie sich uns unser Leben darstellt – weil es darauf ankommt, was wir daraus machen, aus den Gegebenheiten, aus unserer Zeit und aus dieser Welt, in der wir leben und von der wir ein Teil sind. Ja, so ist es.

Ich ess’ jetzt noch eins davon! :-D

PS: Ist DAS nicht schön? Oh, ich höre es schon die ganze Zeit.

She did not need much

and wanted very little. A kind word, sincerity, fresh air, clean water, a garden, kisses, books to read, sheltering arms, a cosy bed, and to love and be loved in return.

- Starra Neely Blade

About following the herd

Die meisten Menschen sind wie Schafe, sagte er zu ihr und sie überlegte.
Ja, eigentlich hast du recht, entgegnete sie und fragte: Warum tun sie das, warum folgen sie, ohne zu überlegen? Warum haben sie kein Interesse daran, zu hinterfragen?
Ich weiß es nicht, sagte er, wahrscheinlich sind sich viele ihres Tuns nicht einmal wirklich bewusst.
Sie dachte darüber nach. Manchmal wünschte sie sich, auch einfach ein Schaf inmitten der Herde sein zu können. Dann würde sie vielleicht nicht so sehr verzweifeln bei dem Versuch, dieses Spiel auszuhalten, das die Menschen spielten – und das nicht das Ihre war.

Schlafwandeln!

Das ist es, was wir tun! Schlafwandeln! Immerzu, jeden Tag.

Ich möchte erwachen. Aufwachen. Ich möchte sehen können, nicht nur mit den Augen. Ich möchte fühlen können, nicht nur mit den Händen. Ich möchte lieben können, nicht nur aus Eigennutz. Ich möchte ein Künstler sein. Einer, der jeden Tag neu malt, ihn erklingen lässt, den magischen Pool der Möglichkeiten ausschöpfend, lachend, erfüllt von Leichtigkeit, erkennend, dass der Fluss das Leben ist, wissend, dass nichts wirklich Bedeutung hat und deshalb jede Sekunde unsagbar entscheidend ist.

Wir sind alle Künstler. Wir haben es nur vergessen.

Wir können sehen, nicht nur mit den Augen. Wir können fühlen, nicht nur mit den Händen. Wir können lieben, nicht nur aus Eigennutz.  Wenn wir wirklich wollen. Eigentlich könnte jeder von uns ein Künstler sein. Eben so einer, der jeden Tag neu malt und ihn erklingen lässt, den magischen Pool der Möglichkeiten ausschöpfend, lachend, erfüllt von Leichtigkeit, erkennend, dass der Fluss das Leben ist, wissend, dass nichts wirklich Bedeutung hat und deshalb jede Sekunde unsagbar entscheidend ist.

Ich bin ein Künstler.

Einer, der nicht nur mit den Augen sieht, nicht nur mit den Händen fühlt, nicht nur aus Eigennutz liebt. Ein Künstler. Einer, der jeden Tag neu malt, ihn erklingen lässt, den magischen Pool der Möglichkeiten ausschöpfend, lachend, erfüllt von Leichtigkeit, erkennend, dass der Fluss das Leben ist, wissend, dass nichts wirklich Bedeutung hat und deshalb jede Sekunde unsagbar entscheidend ist.

Bald, ganz bald…kann ich das glauben. Wirklich glauben. Mehr als das. Bald werde ich wissen. Weil ich mit dem Zweifel Frieden geschlossen habe.

This is epic!

Ich bin schon wieder so fasziniert von meiner Lieblingsmusik. Ich muss sie einfach teilen… :-D Hm, schrieb ich nicht letztens erst etwas über das Teilen von Musik, das doch eigentlich immer nur ein Versuch des Teilens von Gefühlen bleibt? Zu groß, zu unkalkulierbar sind die Unterschiede im Bezug auf das Empfinden. Macht nix. Hier ist sie! :-D


Covenant – Ritual Noise


Diary of Dreams – Malice


ASP – Variete Obscur

Gute Vorsätze

MORGEN, sage ich, MORGEN!

ÜBERMORGEN sogar.

Bald ist das Leben vorüber,

ohne dass je “MORGEN” war.

- Mascha Kaléko

Über die [Un]vollkommenheit

Das Leben wirft Fragen auf, die keine sind, denke ich gerade so bei mir. WIR werfen Fragen auf, die keine sind. Wir lieben es, uns in den Dingen zu verstricken, die uns davon abhalten, einfach SEIN zu können. Sein, mit dem was ist. Mit uns selbst. Mit dem, was wir sind. Mit dem, was wir eigentlich sind.  (Sein wollen?) Wir sind doch viel zu beschäftigt damit, uns zu beschäftigen. Und wir beschäftigen uns, damit wir weiterhin verleugnen können, was unangenehm ist. Weil wir den Glauben daran verloren haben, dass es auch anders gehen kann, dass es besser werden kann, wenn wir nur erst einmal den Mut gefunden haben, dem Unangenehmen wirklich zu begegnen.

Ach, ich bin heute einfach ein wenig verzweifelt. Vielleicht. Oder auch so sehr voller Hoffnung, nein, Erkenntnis, wie schon lange nicht mehr. Es gibt Momente, da legt sich mir alles dar – klar und deutlich. Momente, in denen ich keine Fragen mehr habe. Aber oftmals sind genau diese Momente auch solche, in denen ich erkenne, dass ich mich üben muss – im Akzeptieren fehlender Akzeptanz, im Tolerieren der Intoleranz, im Entdecken der Vollkommenheit, die der Unvollkommenheit innewohnt, die wir meinen zu sein, die ich meine zu sein.

Ein Königreich für ein Meer aus Antworten [und einen Ozean der Stille - in meinem Kopf]. ;-)

 

Quo vadis?

Foto: "Frühling"Wie nach einem warmen Sommerregen, dachte ich bei mir, als ich vorhin auf den Stufen meiner Eingangstür saß und den Vögeln beim Singen zuhörte. Die Luft war nämlich unglaublich frisch – so, als hätte sich etwas geklärt, als hätte der Regen, der heute Vormittag fiel und später der Sonne gewichen ist, etwas reingewaschen. So, als wäre all das genau so geplant gewesen, als müsse es so sein – so und nicht anders, in genau dieser Abfolge und Intensität. Und irgendwie passt all das zu meiner heutigen Empfindsamkeit. Vielleicht liegt es daran, dass ich krank bin. So richtig erkältet. Denn ich finde, wenn man krank ist, geht es einem ähnlich wie in Momenten großer Müdigkeit – man ist sensitiver im Bezug auf seine Umwelt, aber vor allem auch im Bezug auf sich selbst. Fast ist es so, als würde sich in meinem Inneren auch etwas klären wollen. Die zentrale Frage, die sich immer wieder in mein Bewusstsein schob, während ich, mich auskurierend, den Tag daheim verbrachte, war: Quo vadis? Wohin soll es gehen? Sicher – ich weiß, was ich will, ich kenne meine Wünsche. Aber kann mein momentanes Ich meinen Wünschen standhalten? Werde ich später, wenn ich auf mein Leben zurückblicke, sagen können, ich habe das Leben bewusst genossen, es gelebt? Es nach meinen Vorstellungen gestaltet, meine Träume verwirklicht, bin ich rechtzeitig angekommen, in mir, nicht erst kurz vorm Ende? Will ich vielleicht auch nur zu viel auf einmal? Aber – weniger als das wollen (von sich verlangen), wie geht das? Ist es das, was ich können muss, um dorthin zu gelangen, wo ich hin will? Oh, diese Fragen. Diese ewigen, alles entscheidenden Fragen!

Ich sollte mich lieber dem Moment widmen. Einfach so. Jetzt und hier. Der Musik zum Beispiel. Ich habe nämlich schon wieder eine interessante Sängerin entdeckt – Charlene Soraia. Sie klingt ein bisschen wie Alin Coen, finde ich.

Apropos entdecken…habe ich schon erzählt, dass ich letztens ein echt süßes Kerlchen getroffen habe? Einen Waldkauz. :-)

Foto: "Waldkauz"

Ist der nicht niedlich? Ich finde, er sieht ziemlich kuschelig aus – bis auf die Krallen. ;-)

So, und nun werde ich ins Bett gehen. Und es vielleicht sogar schaffen, all die Fragen nicht mitzunehmen. Gute Nacht…

A moment of inner healing

Wer bist du, fragte sie das Kind, das sich in ihre Arme flüchtete. Ich bin deine Angst, wimmerte es.

Komm, rief sie, so komm doch, und sie nahm das Kind an die Hand und begann zu laufen. Auf einmal tauchten vor ihnen unfassbar schöne Wiesen auf, mit noch nie gesehenen wilden, blühenden Blumen und die Abendsonne schien auf sie herab. Sieh dich um, sagte sie, lauf mit mir und sieh dich gut um – schau dir all das Leben an und spüre die Wärme! Oh, schau doch nur… Und auf einmal begann das Kind zu lachen, zu hüpfen und zu tanzen und seine Haare wehten im Wind und seine Aura leuchtete in allen Farben. Und sie bemerkte: Jeder gemeinsame Schritt und jedes Lachen des Kindes ließen etwas in ihrem Inneren heilen – so sehr wie noch niemals zuvor.

Lass mich nie wieder alleine, ich will nicht dorthin zurück, wo ich herkam – dort war es so dunkel, schluchzte es.

Das Foto der Woche…

Foto: "Auf dem Flensburger Friedhof"

…wird mit diesem Bild offiziell zu Grabe getragen – und zwar aus gutem Grund: Zum einen, weil von “wöchentlich” bisher sowieso nicht die Rede sein konnte ;-) und zum anderen, weil aus der Idee des “Fotos der Woche” etwas viel Schöneres entstanden ist. Nämlich der simple Entschluss, viel, viel mehr Fotos als bisher zu posten, zwischendurch, einfach mal so. Und da ich mir endlich eine neue Kamera gekauft habe, über die ich mich noch immer wahnsinnig freue, dürfte es in Zukunft an Material nicht mangeln – und an Motiven sowieso nie. Die gibts nämlich an jeder Ecke. :-)